Pfarrer Hierl

Seit September 2006 bin ich Pfarrer in unserer Gemeinde St. Anton. Da ich vor etwa einem Viertel Jahrhundert schon als Kaplan hier war, ist mir die Gemeinde nicht ganz fremd. Viele Mitchristen kenne ich noch aus der damaligen Zeit. Ich bin zuversichtlich, dass wir miteinander einen guten Weg gehen werden: das wird uns dann gelingen, wenn wir uns wieder mehr Gott zuwenden, wieder mehr aus einer engen Bindung an Jesus Christus leben und wenn uns wieder mehr bewusst wird, dass man allein nicht als Christ leben kann: wir brauchen die Gemeinschaft der Kirche, brauchen die Gemeinde, auch wenn uns nicht immer alles gefällt, was in unserer Kirche, in unserer Gemeinde geschieht.

Doch sollten wir zweierlei bedenken: Menschen sind nun einmal fehlerhafte Wesen, und das natürlich auch in der Kirche. Und andrerseits sollten wir bei allem Versagen nicht gering schätzen, dass in dieser Kirche immerhin Gottes frohe Botschaft verkündet wird.

Für diese Botschaft will ich mich einsetzen, weil ich überzeugt bin, dass sie den Menschen guttut, dass der Mensch nichts mehr braucht als diese Botschaft von der Liebe Gottes: sie lässt uns aufatmen im Druck, in der Last des Alltags. In dieser Botschaft geht es um uns, von ihr her müssten wir unser Leben gestalten! Darum lade ich Sie alle herzlich ein, zu den Gottesdiensten zu kommen, denn da finden wir Kraft, um unsere Pflichten für die Menschen und die Welt zu erfüllen. Lassen Sie es mich mit den Worten des Johannes - Evangeliums sagen: "Kommt und seht!"

Dr. Anton Hierl, Pfarrer

(Bild: Privat)

Kontakt: ahierl@sankt-anton-regensburg.de

Tel.: 0941/73420


"Nehmen Sie sich, bitte, ein wenig Zeit für Gott - und die Menschen!"

Unter diesem Motto feierte Stadtpfarrer Dr. Anton Hierl seinen runden, seinen 60. Geburtstag in der Gemeinde.

Um wen geht’s denn heute? Da hinten steht er ...

Aha, der Herr Pfarrer! Der wartet schon auf uns ...

Alles Gute zum Geburtstag – und hier eine Rose! (Hey, da hinten nicht drängeln ...)

Nach dem Festgottesdienst, den der Chor St. Anton mit der achtstimmigen Messe "Cantus Missae" von Josef Gabriel Rheinberger in der vollen Antoniuskirche musikalisch gestaltet hatte, hatte Stadtpfarrer Dr. Hierl zu einem Stehempfang in den Großen Saal des Antoniushauses eingeladen.

In zwei launigen Ansprachen würdigten Kirchenpfleger Helmut Schreib und Pfarrgemeinderatssprecher Markus Birner den Jubilar.

Unter dem Thema "Vieles muss sich ändern, damit alles so bleiben kann, wie es ist" spielte Herr Schreib auf die vielfältigen vor allem baulichen Änderungen an, die der Pfarrei in den nächsten Jahren ins Haus stehen. Diese Änderungen müssen sein, damit dem Pfarrer eine den veränderten Bedingungen angemessene Seelsorgsarbeit ermöglicht werden kann, und damit so letztlich alles so bleiben kann, wie es in St. Anton schon immer gewesen ist: Die Pfarrei war bisher immer mit guten Seelsorgern begnadet. Und das, so wünschte der Kirchenpfleger dem Pfarrer und der Pfarrei, möge auch so bleiben.

Markus Birner spann den Gedanken fort, indem er anspielte auf den Grundsatz von Pfarrer Hierl, dass ein Pfarrer nicht länger als zehn, höchstens fünfzehn Jahre an einem einzigen Ort wirken sollte: Da Dr. Hierl sein Amt erst vor gut einem Jahr angetreten habe, brauche die Pfarrei nicht darum besorgt sein, dass Dr. Hierl nochmals vor der Erreichung des kirchlichen Pensionsalters zu einem Stellungswechsel gezwungen würde. Für die Pfarrei und den Pfarrer herrschen so Planungssicherheit.

In seiner Ansprache konnte der Pfarrgemeinderatssprecher seine klassische und theologische Bildung nicht verleugnen. Dr. Hierl ist promovierter Philosoph und - natürlich auch Theologe. So charakterisierte Markus Birner das Wirken von Pfarrer Hierl als bestimmt von den vier Kardinaltugenden der klassischen Philosophie Platons, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.

Noch wichtiger für den Theologen und Seelsorger sind aber die drei Göttlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen drei ist für Dr. Hierl die größte die Liebe.

Dies schrieb Markus Birner all denen ins Stammbuch, die dem Pfarrer seine größte Stärke, seine für alle offene Verbindlichkeit als Schwäche auslegen.

Wie es in St. Anton schon immer der Brauch gewesen ist, hatte die Feier auch ein kulturelles Rahmenprogramm.

So versuchten Mitglieder der Theatergruppe St. Anton (u.a. Robert Paul und Michaela Ederer), dem Pfarrer elektronisch einen Geburtstagsgruß zu senden. Dies glückte nicht so ganz, sodass sie es dann doch mit der traditionellen Geburtstagskarte machten, auf der dann dann auch die stumm gebliebene Tochter unterschreiben durfte.

Musikalisch lockerten zwei 'weltliche' Gesänge des Chores unter Leitung von Christoph Böhm die Feier auf.

Einen weiteren kleinen Höhepunkt setzte der Kindergarten samt Gruppenleiterinnen unter der Leitung von Regina Huber mit einem Geburtstagsgedicht der Kinder und - natürlich - Blumen.

Auch bei den Kindern durften die Lieder nicht fehlen.

Dr. Anton Hierl hatte am Ende ein Überraschungsei für die Kindergarten-Kinder und die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchores parat. Sie sangen ein Ständchen und trugen ein Gedicht vor.

(Fotos: Michaela Jung - Bildunterschriften: Felix Jung - Bericht: Reinhard Gleißner)


Zurück zur Startseite